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5 Statistiken zum Familienleben in Deutschland

www.eltern-zeit.de am 12. März 2015

Wie zufrieden sind deutsche Väter und Mütter mit ihrem Familienleben? Wie viele Deutsche glauben, dass das Familienleben darunter leidet, wenn die Frau voll berufstätig ist? Und stört die Facebook-Nutzung der Kinder das Familienleben – wenn ja, wie häufig?

Das Leben in Familie ist schön, trägt aber auch viele Konflikte mit sich. Wo gibt es Probleme, Unzufriedenheiten und was stört die Deutschen am und im Familienleben? – Wir haben uns heute einmal einige Statistiken aus den letzten Jahren angesehen. Hier eine Auswahl:

Was sagen die Deutschen in Umfragen zu ihrem Familienleben?

Umfrage: Zufriedenheit der Deutschen mit dem Familienleben (Quelle: STATISTA / SOEP / TNS Infratest)

Umfrage: Zufriedenheit der Deutschen mit dem Familienleben (Quelle: STATISTA / SOEP / TNS Infratest)

Die obige Statistik zeigt erst einmal ein beruhigendes Bild: Die Mehrzahl der befragten Bundesbürger scheint mit dem Zusammenleben in der Familie ziemlich zufrieden bis glücklich zu sein. Auf einer Skala von 0-10, wobei 10 vollste Zufriedenheit repräsentiert, finden sich 69% der Befragten im Notenspektrum 8-10 wieder. Will heißen: Man präsentiert sich in der breiten Masse ziemlich zufrieden mit seinem familiären Zusammenleben.

Statistik: Zwei Drittel aller Eltern haben das Gefühl, nicht allen Anforderungen gerecht zu werden (Quelle: STATISTA / Vorwerk)

Statistik: Zwei Drittel aller Eltern haben das Gefühl, nicht allen Anforderungen gerecht zu werden (Quelle: STATISTA / Vorwerk)

Die obigen Umfrageergebnisse zeigen, dass rund zwei Drittel aller Eltern sich (zumindest hin und wieder) dem Gefühl ausgesetzt sehen, nicht allen Anforderungen gerecht zu werden. Das verwundert nicht, denn in der Regel haben wir – auch ohne Familie und Kinder – in der Regel mehr Interessen, Wünsche, Hobbys, Anforderungen an uns etc., als wir tatsächlich in der Praxis gerecht werden können. Der Tag hat eben nur 24h. Umso erfreulicher ist jedoch die Umkehr der Statistik bzw. der Rest der Befragten: Immerhin ein Drittel der Befragten haben bei dieser Befragung der Suggestion, man können ja nicht allen Anforderungen gerecht werden, erst mal nicht zugestimmt.

Statistik: Worüber gibt's den meisten Streit in der Familie zwischen Jugendlichen und Eltern (Quelle: STATISTA / Mondelez Deutschland / IfD Allensbach)

Statistik: Worüber gibt’s den meisten Streit in der Familie zwischen Jugendlichen und Eltern (Quelle: STATISTA / Mondelez Deutschland / IfD Allensbach)

Keine Familie ohne Streit; Konflikte gibt es immer. Doch was sind die größten Konfliktthemen zwischen Jugendlichen und Eltern unter dem Familiendach? Laut der obigen Erhebung ist der Top-Streitpunkt, wie lange Jugendliche vor dem Computer hängen. Dicht gefolgt von der Diskussion, wie lange man abends ausgehen / wegbleiben dürfe. Dicht gefolgt von der unterschiedlichen Vorstellungen zum Konsum – konkret: wofür die Jugendlichen ihr Geld ausgeben. Interessant: Fragen wie Alkoholkonsum, Tattoos/Piercings stehen mit 26%/24% häufiger auf der Konfliktagenda als zum Beispiel die Wahl der Freunde und die Frage, ob der/die feste Freund(in) bei einem übernachten dürfe.

Meinung, ob Familienleben unter Berufstätigkeit der Frau leidet (Quelle: STATISTA / GESIS)

Meinung, ob Familienleben unter Berufstätigkeit der Frau leidet (Quelle: STATISTA / GESIS)

Kinder und Job unter einen Hut zu bringen, ist eine immer wieder diskutierte Frage und Herausforderung in unserer Gesellschaft. Immerhin: 52,3% der oben Befragten sind der Meinung, dass die volle Berufstätigkeit der Frau das Familienleben nicht beeinträchtigt. Knapp 35% sehen das anders und stimmen tendenziell oder gar „voll und ganz“ zu. Der Rest zeigt sich hier indifferent.

Stört die Facebook-Nutzung der Kinder das Leben in der Familie? (Quelle: STATISTA / Mondelez / IfD))

Stört die Facebook-Nutzung der Kinder das Leben in der Familie? (Quelle: STATISTA / Mondelez / IfD))

Mehr als die Hälfte der Befragten Eltern gibt laut obiger Erhebung zu Protokoll, dass die Facebook-Nutzung der Kinder hin und wieder das Familienleben störe (30% „selten“, 22% „gelegentlich“). Hätte man die Frage gestellt, ob die „Handynutzung“ das Beisammensein störe, wären die Wert vermutlich noch heftiger. Immerhin: Das ist ein Problem, das unsere Eltern und Großeltern noch nicht hatten ;-).

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