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Welche Entwicklungsphasen macht ein Baby im 1. Jahr durch, was gilt es zu beachten? Inkl. 40min TV-Bericht.

www.eltern-zeit.de am 21. Oktober 2014

Es gibt nichts Schöneres und Faszinierenderes für Eltern, als die Entwicklung ihres Babys Monat für Monat beobachten zu können. Im vierten Monat ist es schon fast doppelt so groß, wie am Tag der Geburt. Einige Kinder entwickeln sich schneller und andere eben etwas langsamer. Auch wenn die Reihenfolge ähnlich verläuft, sollte ein exakter Vergleich mit anderen Babys im Bekannten- und Freundeskreis vermieden werden. Vergleichen Sie lieber die individuellen Meilensteine der vergangenen Wochen und Monate

Das erste Lebensjahr eines Babys - Aufregend! (© Yannik LABBE / Fotolia)

Das erste Lebensjahr eines Babys – Aufregend! (© Yannik LABBE / Fotolia)

Die Entwicklung des Kindes in vier Bereichen:

  • Die erste ist die soziale und emotionale Kategorie. Das Baby interagiert mit dem menschlichen Gesicht und der Stimme von anderen, ihm nahe stehenden Personen. Es probiert die Mimik und Laute zu imitieren und zu deuten. Dabei versucht es die darauffolgende Reaktion zu interpretieren und lernt langsam eine Empathie zu entwickeln. Eine lange soziale Verzögerung könnte ein Hinweis auf Hör- und Sehstörungen sein.
  • Die zweite ist die der Sprache. Hier geht es um das Verstehen und Verstanden werden. Das klare Sprechen tritt selbstverständlich später auf.
  • Die Großmotorik / Grobmotorik ist die dritte Kategorie. Dazu zählen unter anderem Sitzen, Stehen, Rollen, Krabbeln, Hochziehen und Laufen. Sehr verspätete und langsame Anfänge sollten von einem Spezialisten, oder Arzt ausgewertet werden, um sich gehen zu können, dass keine gesundheitlichen Risiken für die Entwicklung des Kindes bestehen.
  • Zu der letzten zählt die Kleinmotorik / Feinmotorik. Darunter versteht man die Geschicklichkeit und Handfertigkeit des Kindes, also wie es in etwa Objekte erreicht und greift.

Im folgenden Verlauf sind die verschiedenen Entwicklungsschritte Monat für Monat grob beschrieben. Einige Aspekte können jedoch früher und andere später auftreten. Eine Verspätung ist kein sofortiges und absolutes Indiz für eine Entwicklungsstörung.

Das Neugeborene im ersten Monat

  • Das Neugeborene liebt es zu schlafen und zu essen. Es schläft bis zu 17 Stunden und isst bis zu 15 Mal am Tag. Wenn es dann mal wach ist, muss es erst einmal mit der Umgebung und der neuen Welt vertraut gemacht werden. Auch wenn das Baby nicht weiter als 30 Zentimeter blicken und nur schwarz und weiß sehen kann, so kann es sehr wohl das Gesicht der nahstehenden Person erkennen, erforschen und in sich aufnahmen.
  • Der erste Versuch, die Mimik der Anderen zu imitieren, ist bereits im ersten Monat zu beobachten. Eltern wird daher geraten, das Baby oft auf den Arm zu nehmen, mit dem eigenen Gesicht zu dem des Kindes zugewandt. Es schaut geradeaus und folgt Objekten, die sich vor ihm im Umkreis von 45 Grad bewegen. Von Gegenständen mit starken Farbkontrasten ist es besonders beeindruckend.
  • Das Neugeborene ergründet seine Stimmbänder mit kehligen Freudenlauten und schreit, um Missfallen zum Ausdruck zubringen. Oft wird es beruhigt, wenn zu ihm gesprochen wird. Das Kommunizieren mit dem Baby ist sehr wichtig, denn es reagiert faszinierend auf Stimmen und sucht sogar intensiv nach den Eltern, wenn diese zu ihm sprechen.
  • Die Beine und Arme des Kleinen, oder der Kleinen sind noch nicht ganz ausgestreckt, da es noch an die enge Umgebung im Uterus gewöhnt ist. Es dauert einige Monate, bis sich diese ausstrecken. Der Kopf kann bereits selbstständig kurzzeitig gehoben und beim Liegen von einer Seite zur anderen bewegt werden. Die Hände bleiben noch geballt und die Greifreflexe sind stark ausgeprägt.
eBook-Tipp (Amazon): The Ultimate Guide To Being A Dad - locker fröhlich geschrieben, mit sehr viel Augenzwinkern - lesenswert für den ersten gemeinsamen Monat

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Der zweite Monat

Auch das zwei Monate alte Baby liebt es sowohl unregelmäßig, als auch viel zu schlafen, und das bis zu 14 Stunden täglich. Es schreit und weint immer noch, um Unwohlsein und Missfallen zum Ausdruck zubringen. Das Schreien ist jetzt aber spezifischer und für jeden Grund unterschiedlich ausgeprägt. Die Laute bei Hunger klingen anders, als die bei Nässe, oder Müdigkeit.

Optisch sucht das Baby jetzt nicht nur nach vertrauten Stimmen, sondern auch nach Geräuschen jeglicher Art. Baumelnde Gegenstände werden mit den Augen verfolgt und bereits die ersten Farben unterschieden. Farbenfrohes Spielzeug aus Stoff oder Plastik zum Erforschen und Bestaunen eignen sich hervorragend.

In diesem Entwicklungsstadium werden die Eltern mit dem ersten Lächeln ihres Wonneproppen beschenkt. Es ist eines der wundervollsten ersten sozialen Reaktion auf verschiedene Reize. Auf dem Bauch liegend, kann der Kopf kann nun eigenständig um 45 Grad gehoben werden. Die Greifreflexe bilden sich bereits zurück.

Der dritte Monat

Das Säugling versucht jetzt das Gewicht auf beiden Beinen zu tragen, wenn es in einer stehenden Person gehalten wird. Es ist auch in der Lage, beim Sitzen den Kopf hoch zu halten, wippt jedoch immer noch nach vorne. Beim Liegen, kann das Kind den Kopf nun bis zu 90 Grad erhöhen und die Schultern ebenfalls, da es das eigene Gewicht auf den Unterarmen tragen kann.

Der Greifreflex ist nicht mehr anwesend. Objekte werden noch nicht eigenständig ergriffen, aber gehalten, wenn diese ihm in die Hand gegeben werden. Es zieht auch gerne an Kleidung, Decken und Haare. Baumelnde Gegenstände und Töne können nun mit Hilfe von Kopfdrehungen erspäht und verfolgt werden.

Das Kind beteiligt sich in dieser Phase der Babyentwicklung so langsam an Gesprächen in Form von Plappern, Quicken, Gurren und Kichern. Vertraute Gesichter, Stimmen und Objekte werden erkannt und belächelt. Auch das Bewusstsein entwickelt sich, sodass seltsame Situation erkannt werden können.

Der vierte Monat

In diesem Monat besitzt das Baby eine gute Kopfkontrolle und mit etwas Unterstützung kann es sogar sitzen. Es rollt sich von der Rückenposition auf die seitliche, erforscht die Umgebung mit den Händen, greift nach Objekten und spielt mit ihnen. Das Kind lacht viel und geniesst es geschaukelt und geschwungen zu werden. Die ersten Konsonanten sind zu vernehmen und das Sabbern beginnt.

Statistik des Tages: Durchschnittlich 5% der Mütter legen für ihr Baby ein Profil in einem oder mehreren sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter o.ä. an - okay oder fragwürdig?! (Quelle: STATISTA / AVG / Business Wire: Digital Birth: Welcome to the Online World)

Statistik des Tages: Durchschnittlich 5% der Mütter legen für ihr Baby ein Profil in einem oder mehreren sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter o.ä. an – okay oder fragwürdig?! (Quelle: STATISTA / AVG / Business Wire: Digital Birth: Welcome to the Online World)

Der fünfte Monat

Die ersten Anzeichen des Zahnwachstums beginnen und somit auch die ersten Kinderkrankheiten. Durchfall und Fieber sind typische Symptome in diesem Entwicklungsstadium. Die rollenden Bewegungen verbessern und erweitern sich und die sogenannte orale Phase beginnt.

Die eigenen Füße und Objekte werden nun selbstständig in die Hand genommen und automatisch zum Mund geführt. Das Wegnehmen von Spielzeugen verärgert den Kleinen, oder die Kleine. Das eigene Spiegelbild wird belächelt und die Familie von Fremden unterschieden. Das Interesse zu seinem eigenen Körper steigt und die Entdeckungsreise des eigenen Körpers beginnt.

Der sechste Monat

Neben der Groß- und Kleinmotorik, verbessert sich auch die Aussprache. Die ersten kurzen Silben sind bereits deutlich zu hören. Das Baby beginnt zu kauen und zu beißen und bevorzugt nun komplexere visuelle Reize, sprich mehr Farben, Muster und Bewegungen.

Der siebte Monat

Im siebten Monat der Babyentwicklung ist vor allem in der Großmotorik ein großer Entwicklungssprung erkennbar. Das Baby kann nun fast eigenständig sitzen, sowie auf beiden Beinen stehen und springen, sofern es von einer Person gehalten wird. Zudem kann es auch kleine Objekte fixieren und große von einer Hand in die andere überführen. Das Kind reagiert auf seinen Namen, entwickelt ein Bewusstsein für Tiefen und Höhen und entfaltet eine Geschmackspräferenz.

Der achte Monat

In diesem Monat verfeinern sich alle Entwicklungsschritte der vergangenen Monate. Die Bewegungen werden sicherer und mutiger, die ersten Silben werden miteinander kombiniert und die ersten Abneigungen für das Windelwechseln und Ankleiden treten auf.

Babymassage fördert Babyentwicklung: Gerade im ersten Lebensjahr soll das Kind so viel Zuneigung und Körperkontakt wie möglich bekommen (© S Kobold / Fotolia)

Babymassage: Gerade im ersten Lebensjahr soll das Kind so viel Zuneigung und Körperkontakt wie möglich bekommen (© S Kobold / Fotolia)

Der neunte Monat

Der kleine Wonneproppen beginnt nun zu Krabbeln, um sich auf diese Weise fortbewegen zu können. Das Greifen von Gegenständen verbessert sich, da es kognitiv den Zeigefinger und Daumen einsetzt. Es reagiert auf einfache Sprachbefehle und ist sich des Wortes „nein“ bewusst. Das Interesse für die Eltern steigt, sowie diese mit verschiedenen Aktionen zu erfreuen und zum Lachen zu bringen.

Der zehnte Monat

Das Verlangen nach Aufmerksamkeit wird immer größer und somit auch die Häufigkeit der Aktionen, die diese gewinnen. Die ersten einfachen Wörter werden begriffen und sinnvoll genutzt sowie die Hand zum Winken. Kurze Geschichten aus bunten Kinderbüchern werden sehr gern belauscht und dessen Bilder freudig betrachtet. Während das Baby steht, beginnt es auch einen Fuß zu heben, um einen Schritt nach vorne zu machen.

Mehr im Web zu den Entwicklungsphasen von Neugeborenen

Der elfte Monat

Kurze eigenständige Spaziergänge können mit Hilfe des Festhaltens an Möbeln und Wänden getätigt werden. Dabei werden Gegenstände jetzt äußerst gründlich erforscht und sehr gerne in Behälter gelegt. Ein Lob von anderen Personen beglückt das Kind und versetzt es in freudige Aufregung. Eine Resignation und Ignoranz der Eltern ihm gegenüber verletzt und frustriert es.

Der zwölfte Monat der Babyentwicklung

Einen Monat später ist die Fortbewegung etwas sicherer und eigenständiger. Die Zuneigung zu den Eltern nimmt stetig zu. In seltsamen und unangenehmen Situationen klammert sich das Kind an diese. Das Wohlgefühl in der vertrauten und familiären Umgebung ist klar erkennbar. Es imitiert jetzt auch Tiergeräusche und sucht verschiedene Objekte an Stellen, an die es sie zum letzten Mal gesehen hat.